John Wayne Gacy: Die Kindheit eines Killer-Clowns

John Wayne Gacy Jr. hatte einen Alkoholiker als Vater, der ihn oft und gerne mit einem Ledergürtel schlug. Gacys Vater redete ihm immer wieder ein, das er wertlos und ein Muttersöhnchen sei. Wenn das nicht schon genug Qual und Leid für ein Kind ist, so kam noch sein äußeres Erscheinungsbild hinzu: Gacy war übergewichtig und unsportlich.

Ein Familienangehöriger hat John Wayne Jr. im Alter von 9 Jahren sexuell missbraucht. Seinem Vater erzählte er nichts, da er Angst hatte, das er ihm die Schuld geben würde. Als Kind war er oft krank und hatte Kreislaufstörungen. “Insgesamt war ich ein komplettes Jahr im Krankenhaus im Alter zwischen 14 und 18 Jahren”, so John Wayne Gacy nach seiner Festnahme. Sein Vater sah in den langen Krankenhausaufenthalten lediglich den Versuch seines Sohnes, Sympathien unter Freunden zu gewinnen – und er nannte Gacy am Krankenbett einen Simulanten.

John Wayne Gacy: Das unheimliche Doppelleben eines Serienmörders

Serienmörder John Wayne Gacy: Unter seinem Haus in Des Plaines nahe Chicago verscharrte John Wayne Gacy seine Opfer, die zwischen 14 und 21 Jahre alt waren.

FBI Serienmörder John Wayne Gacy: Unter seinem Haus in Des Plaines nahe Chicago verscharrte John Wayne Gacy seine Opfer, die zwischen 14 und 21 Jahre alt waren.

Serienmörder John Wayne Gacy nutzte diese Schreibmaschine, um sein Buch

_MG_5841 Serienmörder John Wayne Gacy nutzte diese Schreibmaschine, um sein Buch "A Question of Doubt" 1984 zu schreiben.

Serienmörder John Wayne Gacy: Polizeifoto vom 21. Dezember 1978. Gacy brachte mindestens 33 junge Männer und Jugendliche um. Am 10. Mai 1994 wurde John Wayne Gacy mit einer Giftspritze hingerichtet.

Police Dept. Des Plaines, Illinois Serienmörder John Wayne Gacy: Polizeifoto vom 21. Dezember 1978. Gacy brachte mindestens 33 junge Männer und Jugendliche um. Am 10. Mai 1994 wurde John Wayne Gacy mit einer Giftspritze hingerichtet.

Ein Serienmörder wird erwachsen

Im Alter von 18 Jahren entscheidet sich der zukünftige Serienkiller Gacy Jr. die Demokratische Partei zu unterstützen. Er wird freiwilliger Helfer und erhält ein Auto von seinem Vater, welches er in vielen Jahren mit seinem eigen verdientem Geld abbezahlt. Der Wagen trug den Namen des Vaters. Wenn Gacy Jr. das Auto nutzen wollte, musste er seinen Vater um Erlaubnis bitten. Eines Tages ließ Gacy die Autoschlüssel heimlich nachmachen, um den Wagen ohne Erlaubnis des Vaters zu fahren. Als der Vater dies erfuhr, entfernte er die Verteilerkappe des Autos. Gacy besorgte sich eine neue und fuhr von Zuhause fort. “Ich war total durcheinander im Kopf. In Las Vegas, weit weg von Chicago, fand ich ein Job als Helfer in der Ambulanz”, so der 33-fache Mörder später.

Als er zurück nach Chicago zog, arbeitete er als Assistent in einer Leichenhalle und legte sich oft im Einbalsamierungs-Zimmer schlafen. “Einmal legte ich mich neben die Leiche eines kleinen Jungen und umarmte ihn. Nach einer Weile erschrak ich vor mir selber”, so Gacy später in einem Interview. Dieser Anlass brachte ihn dazu, seine Familie zu fragen, ob er wieder Zuhause wohnen kann. Sie willigten ein. 1963 absolvierte er erfolgreich eine kaufmännische Ausbildung am Northwestern Business College und nahm eine Trainee-Stelle in einer Schuhfirma an. Ein Jahr später wurde er beruflich nach Springfield, Illinois versetzt, wo er als Verkäufer und später als Manager eingesetzt wurde. Im selben Unternehmen arbeitete die Angestellte Marylinn Myers, die er ein Jahr später im September 1964 heiratete. Er engagierte sich in der kaufmännischen Non-Profit-Organisation Jaycees und stieg schnell in deren Hierarchie auf. In dieser Zeit sammelte er homosexuelle Erfahrung. Es kam zum Oralsex, während er betrunken war. 1965 stieg John Wayne Gacy Jr. zum Vize-Präsidenten der Springfield Jaycees auf.

“Es war die schönste Zeit meines Lebens”

Gacy erhielt von seinem Schwiegervater das Angebot, drei Fast-Food Restaurants als Manager zu leiten. Ihm wurden $15.000 plus Gewinnanteil versprochen. Gacy willigte ein. 1967 kam sein erstes Kind Michael auf die Welt, gefolgt von Christine im Oktober 1968. Als ihn sein Vater im neuen Zuhause in Waterloo besuchte, sagte er:”Junge, ich lag bei dir falsch. Es ist ja doch etwas aus Dir geworden”. Später erinnert sich Gacy: “Es war die schönste Zeit meines Lebens – einfach perfekt”.

Gleichzeitig gab es jedoch Schattenseiten in Gacys Ehe: Seitensprünge, Drogen, Prostitution und Swinger-Partys begleiteten schon damals das Privatleben des späteren Serienmörders. Er lud nach und nach Angestellte in den Keller seines Hauses ein, um Pool zu spielen und Alkohol zu trinken. Hierbei machte er sexuelle Anspielungen auf die männlichen Angestellten und deren Kinder. Ist ein Mann oder ein Kind nicht auf seine Offerten eingegangen, so tat er sie als Witz ab. Diese ungeahnte, dunkle Seite war die Basis für das zweite Leben des John Wayne Gacy Jr. Das beginnende Leben eines unentdeckten Kinderschänders und Kindermörders.

Die Schattenseite beginnt

Im März 1968 erhielt Gacy ein Anzeige des Vaters von Donald Voorhees, der behauptet hat, das Gacy ihn zu Oralsex gezwungen hat. Gacy leugnete und bot einen Speicheltest an, der ihn allerdings schwer belastete. Vor dem Beginn des Gerichtsprozesses beauftragte Gacy seinen jungen Mitarbeiter Russell Schroeder, Donald Voorhees zu erpressen: Wenn er nicht vor Gericht seine Aussage zurücknehmen und Gacy entlasten würde, dann werde er verprügelt. Nachdem Russell Donald auflauerte und ihn attackierte, verständigte Donalds Vater erneut die Polizei. John Wayne Gacy Jr. kam in eine Spezialklinik der Polizei, in der eine antisoziale Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wurde. Vor Gericht war er zudem voll schuldfähig. Am 3. Dezember 1968 wurde John Wayne Gacy zu 10 Jahren Haft im Anamosa State Penitentiary verurteilt. Am selben Tag ließ sich seine Frau Marylinn Myers scheiden. Gacy sah seine Frau und seine Kinder nie wieder.

Ein zweiter Anlauf in der Gesellschaft

Nach nur 18 Monaten Haft seiner 10-jährigen Strafe kam Gacy am 18. Juni 1970 frei. Während seiner Haftstrafe verstarb sein Vater. Gacy zog erneut bei seiner Mutter ein und kaufte aus dem Erbe seines Vaters ein Haus im Norwood Park Township von Cook County, wo er bis zu seiner Verhaftung im Jahr 1978 lebte. Im August 1971 zog er mit seiner Mutter in das Haus und verlobte sich mit Carole Hoff, eine Geschiedene mit zwei jungen Töchtern. Am 1. Juli 1972 heiratete John Wayne Gacy Jr. erneut. 1972 beendete Gacy seinen Job als Koch und gründete das Bau-Unternehmen PDM (Painting, Decorating and Maintenance).

“To John Gacy. Best Wishes, Rosalynn Carter”

Seinen Nachbarn fiel Gacy wegen seiner Freundlichkeit und Fürsorge auf. Er war aktiv in der Community und wurde von jedem hoch geschätzt. In den Sommermonaten veranstaltete er Parties, auf die er alle Nachbarn und Angestellte einlud. Er wurde erneut in der Demokratischen Partei aktiv und bot der lokalen Gemeinschaft die Arbeitskräfte seines Bauunternehmens kostenlos an. Gacy stieg in der Community auf zum Geschäftsführer der jährlich stattfindenen Polish Constitution Day Parade in Chicago. Hier traf er auch auf die damalige First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika, Rosalynn Carter. Sie signierte eine Karte mit den Worten: “To John Gacy. Best Wishes, Rosalynn Carter”. Dieses Ereignis sollte später dem United States Secret Service unangenehm werden, da Gacy eine der Anstecker der “USSS” trug – das Zeichen der Strafverfolgungsbehörde.

John Wayne Gacy: Ein Psychopath beteuert seine Unschuld

Pogo der Killer-Clown

John Wayne Gacy trat Ende 1975 den “Jolly Jokers” bei. Die Jolly Jokers waren eine Organisation, dessen Mitglieder als Clown verkleidet auf Benefiz-Veranstaltungen und in Krankenhäusern für Kinder auftraten. Gacy entwickelte die Figur “Pogo the Clown”, mit der er regelmäßig kleine Kinder begeisterte. Dass Gacy zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht hatte, ahnte niemand. Schlimmer noch, wenn es jemand behauptet hätte, dann hätte es niemand geglaubt. Denn wie soll ein Bauunternehmer, der sich auch noch sozial engagiert, je einem Kind etwas zuleide tun?

1975 offenbarte Gacy seiner Frau Carole Hoff, dass er bisexuell sei. An Muttertag, dem 11. Mai, sagte er ihr, dass sie nie wieder miteinander schlafen würden. Gacy kam immer öfter erst in den frühen Morgenstunden nach Hause mit der Entschuldigung, dass er lange arbeiten würde. Carole erlebte, wie Gacy ab und zu Teenager nach Hause in seine Garage einlud. Als sie dann auch noch Pornohefte fand, ließen sich John Wayne Gacy und Carole Hoff im März 1976 in gegenseitigem Einvernehmen scheiden.

1972 – die Mordserie des Killer Clowns beginnt

Im Januar 1972 brachte Gacy einen 15-jährigen namens Timothy Jack McCoy vom Chicagoer Busbahnhof mit nach Hause. Gacy versprach, ihn am nächsten Morgen wieder zum Busbahnhof zu fahren, damit er seine Weiterfahrt mit dem Bus nach Omaha, Nebraska antreten könne. Später schildert Gacy folgendes: Als er am nächsten Morgen aufwachte, sah er, wie Timothy mit einem Messer und sich am Arm verletzte. Daraufhin kam es zu einem Kampf, bei dem Gacy das Messer an sich riss und Timothy McCoy erstach. Anschließend sah Gacy, dass Timothy das Messer anscheinend nur zum Frühstück machen nutzen wollte, da eine ungeöffnete Packung Schinken neben der Pfanne lag. Gacy brachte die Leiche in seinen Keller und schüttete Zement über sie. 1974 wurde ein Teenager Gacys zweites Opfer. Der 15 bis 17-jährige wurde nie identifiziert. Er wurde von Gacy erwürgt und in seinem Garten vergraben.

Der Überlebende Anthony Antonucci

In Gacys Bauunternehmen waren wegen den zunehmenden Aufträgen viele Schüler und Studenten beschäftigt. Eines Tages meldete sich einer der Hilfsangestellten Anthony Antonucci krank. Als Gacy ihn besuchte, knebelte er den 15-jährigen, der sich jedoch befreien konnte. Als Gacy später Anthony erneut besuchte, um ihn zu vergewaltigen, überwältigte der sportliche Ringer Anthony Gacy und knebelte diesen wiederum. Erst als Gacy schrie und versprach, zu verschwinden, wenn er ihn befreie, ließ Antonucci ihn wieder frei.

Das Jahr 1975 - ein weiterer Junge verschwindet

Am 29. Juli 1975 verschwand ein weiterer Angestellter aus Gacys Unternehmen – der 17-jährige John Butkovitch. Der verärgerte Junge besuchte Gacy, da noch einige Wochen Lohn offen waren. Gacy überwältigte daraufhin den Jungen, knebelte und erdrosselte ihn. Später vergrub er seine Leiche in seinem Keller. Einige Tage später rief der Vater des Jungen an und fragte, ob er seinen Sohn gesehen habe – er wusste von dem Besuch seines Jungen bei Gacy. Der Serienmörder erzählte dem Vater, dass der Junge nach einem Gespräch über das offene Gehalt wieder wegfuhr und dass er bedauere, dass sein Sohn weggelaufen sei. Butkovitchs Eltern fanden diese Geschichte nicht glaubwürdig und riefen in drei Jahren über 100 mal bei der Polizei an. Diese reagierte jedoch nicht, da sie von einem Jungen ausgingen, der nur von zu Hause weggelaufen sei.

Der Überlebende David Cram

Im Juli 1975 stellte Gacy den 18 Jahre alten David Cram ein. Einige Wochen später zog Cram in das Haus von Gacy ein. Am darauffolgenden Tag wurde Cram von Gacy geknebelt und in Handschellen gelegt. Gacy sagte daraufhin, dass er ihn vergewaltigen würde. Cram jedoch war – genau wie Anthony Antonucci - sportlich und physisch stark, verbrachte u.a. ein Jahr bei der U.S. Armee. Cram trat Gacy ins Gesicht und befreite sich von seinen Handschellen. Einen Monat später kam Gacy erneut in sein Gästezimmer, um ihn sexuell zu misshandeln. Cram wehrte sich jedoch erneut und kündigte in Gacys Firma. Anscheinend haben weder Anthony noch David eine Anzeige bei der Polizei gegen Gacy gestellt. Es hätte viele anschließende Morde nicht gegeben.

Dutzende Vermisste – und die Polizei reagiert nicht

Viele weitere Kinder und Jugendliche verschwinden in den nächsten Monaten und Jahren bis 1978, und ständig gibt es Vermisstenanzeigen der Eltern. Die Polizei reagiert jedoch nicht. Es kam zu häufig vor, dass Kinder von Zuhause weglaufen, so die Begründung der Polizei. Was für eine Tortur für die Eltern, die meist wussten, das ihr Kind niemals von zu Hause weglaufen würde! Meist gab es keine offensichtlichen Verbindungen zu Gacy. Die Eltern, die Gacy beschuldigten, das er etwas verheimlicht, wurden von der Polizei gestoppt – es gab keine Beweise gegenüber dem mehrfachen Serienmörder. Die Jugendlichen, die überlebten, behielten meist das Geheimnis für sich – das Geheimnis einer versuchten oder erfolgreichen Vergewaltigung durch einen Serienkiller. Hätte die Polizei jedoch die Polizeiakte von Gacy gelesen, so hätte sie einen wichtigen Hinweis aus seiner Vergangenheit erfahren – der Gefängnisaufenthalt wegen Sodomie im Dezember 1968. Somit kann man zu Recht behaupten, dass auch ein Verschulden der Polizei vorliegt.

Der Fall Robert Piest: Gacy wird verdächtigt

Wie konnten über einen Zeitraum von vielen Jahren unzählige Leichen im Haus von John Wayne Gacy unentdeckt bleiben? Unfassbar aber wahr. Die Hinweise, die sich verdichteten, dass Gacy mit all den vermissten jungen Menschen in Verbindung gebracht werden kann, kamen nicht von einem überlebenden Opfer. Sie kamen durch die Eltern des letzten Vermissten, Robert Piest. Robert Piest wurde am 11. Dezember 1978 das letzte Mal lebend in der Apotheke von Des Plaines gesehen.

Der Verkäufer Phil Torf, der Gacy kannte, sah, wie dieser sich mit dem 15-jährigen unterhielt. Tags darauf war Robert Piest verschwunden. Die Eltern von Robert Piest konnten durch ihre Glaubwürdigkeit beweisen, dass ihr Sohn nicht imstande gewesen wäre, von Zuhause wegzulaufen. Ihr Sohn Robert wollte lediglich Fotos zum Entwickeln in der Apotheke abgeben. Aufgrund der zunehmenden Vermisstenanzeigen befragte die Polizei anschließend Gacy zu Robert Piest. Gacy sagte aus, dass er niemals mit ihm gesprochen habe. Phil Torf, der Inhaber der Apotheke, gab unmissverständlich an, dass er Gacy mit Robert Piest in seiner Apotheke an diesem Tag gesehen habe. Nach einer Hausdurchsuchung bei Gacy wurden unzählige Objekte gefunden, die nicht Gacy gehörten und ihn verdächtigten. Der Ring eines Opfers mit dessen Initialen und – das Hauptindiz – der Parka von Robert Piest mit dem Foto-Coupon aus der Des Plaines Apotheke, ausgestellt am 11.12.1978. Gleichzeitig erhielt die Polizei einen Anruf von Gacys ehemelaigen Angestellten Michael Rossi. Er sagte aus, dass der junge Charles Hattula, der im Jahr vorher tot im Des Plaines River gefunden wurde, auch ein Angestellter Gacys war. Außerdem musste einmal Michael Rossi mehrere Zentner Kalk in Gacys Keller schütten, was ihm komisch vorkam.

Am 19. Dezember wurde Gacy von zwei Detektiven besucht. Einer der Detektive bemerkte einen modrigen Geruch, der aus dem Badezimmer kam. Der Polizist hatte Erfahrung mit Leichen und wusste, was es für ein Geruch war: Der Geruch einer vermoderten Leiche. Gacy wurde ab da tagtäglich auf Schritt und Tritt bewacht. Jedoch lag keine Hausdurchsuchung vor, so dass der Polizei die Hände gebunden waren. Sie konnten ihn nur überwachen und befragen. Gacy unterhielt sich bei diesen Gelegenheiten gerne mit den Polizisten und lud sie sogar zu sich nach Hause ein, um ein wenig Alkohol zu trinken. Ein Psychopath mit zwei Gesichtern, der ein Spiel mit dem Feuer begann.

22. Dezember 1978: Gacy wird festgenommen

Bei einer zweiten Hausdurchsuchung, der wegen des Vermissten Robert Piest endlich durch die Staatsanwaltschaft stattgegeben wurde, fanden Polizisten im Keller erste Leichenteile. John Wayne Gacy, der bisher nur wegen Marihuana-Besitz festgenommen wurde, stand nun unter Mordverdacht. In den nächsten Wochen kamen nach und nach Leichen aus Gacys Keller zum Vorschein. Es vergingen mehrere Wochen, bis das komplette Fundament von Gacys Haus durchsucht wurde. Insgesamt wurden etwa 30 Opfer gefunden. Am 6. Februar 1980 wurde Gacy an 33 Morden schuldig gesprochen. Gacy plädierte auf unschuldig und wollte Ärzte und Gerichtsmediziner davon überzeugen, dass er unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leide und somit nicht zurechnungsfähig sei. Das Gericht bescheinigte Gacy jedoch am 13. März 1980 volle Schuldfähigkeit. Er wurde zwölfmal zum Tode verurteilt.

10. Mai 1994: Der Tod des Killer Clowns durch Giftspritze

John Wayne Gacy wurde am 10. Mai 1994 mit einem Hubschrauber in das Stateville Correctional Center in Crest Hill gebracht. Hier erhielt er eine tödliche Giftspritze. Seine letzten Worte waren: “Kiss my ass”.

John Wayne Gacy