Diego Rodriguez de Silva y Velázquez

Der spanische Maler Diego Rodríguez de Silva y Velázquez (1599 – 1660) schuf das Ölgemälde La mulata (Die Küchenmagd) 1618. Das Gemälde ist auch bekannt unter dem Titel “Küchenmagd mit dem Abendmahl in Emmaus” und besitzt die Dimensionen 55 cm x 118 cm. Velázquez wurde in Sevilla, Spanien geboren und diente als Hofmaler von Philipp IV. Während seiner Schaffenszeit war er einer der bedeutendsten Maler des Siglo de Oro, dem Goldenen Zeitalter Spaniens. Er starb mit 61 Jahren in Madrid, Spanien.

Die Geschichte zum Gemälde “The Kitchen Scene”

Der Hofmaler fertigte zwei Versionen des Gemäldes “La mulata (Die Küchenmagd)” an. Man datiert die Fertigstellung beider Gemälde zwischen 1618 und 1622. Eines der Gemälde hängt im Art Institute of Chicago, das andere in der National Gallery von Irland. Das Chicagoer Gemälde wurde 1927 von der Amsterdamer Goudstikkr Galerie erworben, das andere Gemälde war Teil der Beit Sammlung im Russborough House in Irland. Das Gemälde im Russborough House wurde anfänglich als Kopie des Originals betrachtet, später wurde es als Original eingestuft. Das spanische Kunstwerk von 1618 wird als eines der ersten Werke Vélazquez angesehen.

Auf dem Gemälde sieht man eine dunkelhäutige Frau als Küchenmagd in einem Raum, leicht gebeugt an einem Tisch lehnend. Es scheint, als beobachte sie eine Schüssel, die kurz davor ist vom Tisch zu fallen. Im Hintergrund sieht man zwei Männer speisen. Über der linken Person schwebt ein Heiligenschein; die Szene erinnert an Jesus beim Abendmahl.

Velázquez Gemälde La mulata (The kitchen scene)

Berühmte Kunstraube: Diego Vélazquez Gemälde La mulata (Die Küchenmagd) von 1618 wurde 1974 im Russborough House in Irland gestohlen.
Berühmte Kunstraube: Diego Vélazquez “La mulata (Die Küchenmagd)” wurde 1974 neben 18 anderen Werken im Rossborough House in Irland von IRA-Terroristen gestohlen. Wenige Wochen später hat man die Gemälde wiedergefunden.

Der Kunstraub von Diego Vélazquez Gemälde “La mulata”

Am 26. April 1974 drang eine Splittergruppe der Irisch-Republikanischen Armee in das Russborough House ein. Die Terroristen knebelten Sir Alfred Beit und seine Frau, um anschliessend 19 Kunstwerke zu stehlen. Rose Dugdale wurde später als Anführerin des Kunstraubes ausgemacht. Ihr Motiv war ihr im Gefängnis sitzender Freund. Sie brauchte Geld, um eine Freilassung zu erzwingen. Unter den gestohlenen Gemälden waren Werke von Vermeer und Goya und Vélazquez frühes Gemälde “La Mulata” von 1618. Der Wert aller geraubten Gemälde belief sich auf acht Millionen Irische Pfund. Nach kurzer Zeit wurden alle Gemälde in der Grafschaft Cork wiedergefunden. Rose Dugdale und ihre Komplizen wurden verhaftet.

1986 wurde das Russborough House von Martin Cahill, dem damaligen Unterweltsboss von Dublin und 12 weiteren Komplizen überfallen. Sie raubten 18 Gemälde, darunter Werke von Vermeer, Metsu, Goya, Gainsborough und Rubens. Martin Cahill wurde am 18. August 1994 von der IRA erschossen.

Am 26. Juni 2001 wurde das Russborough House erneut Tatort für einen Kunstraub. Diesmal fuhren mehrere Maskierte mit einem Jeep-ähnlichen Wagen gegen die Eingangstür und drangen in das Haus ein. Nachdem sie 16 wertvolle Gemälde entwendeten, zündeten sie ihren Wagen an und forderten einen Autofahrer auf ihnen seinen Wagen zu geben. Als der sich weigerte, flüchteten sie zu Fuß.

Nach den vermehrten Kunstrauben im Russborough House wurde ein Teil der Beit Collection an die National Gallery in Dublin übergeben. Hier sind die meisten Kunstwerke der alten Meister in der ständigen Ausstellung im eigens erstellten Beit-Flügel zu sehen.