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Vincent van Goghs Gemälde Der Gärtner (Young Peasant oder Il Giardiniere) ist eines von über 850 bekannten Ölgemälden vom holländische Meister und Mitbegründer der modernen Malerei. Van Gogh erstellte das Kunstwerk im Herbst 1889 während seines Aufenthalts im französischen Hospital Saint Rémy. Das Ölgemälde Der Gärtner besitzt die Dimensionen 61 x 50 cm. Am 20. Mai 1998 wurde es aus der Galleria Nazionale d’Arte Moderna in Rom gestohlen. Sieben Wochen später ist es wieder aufgetaucht und ist seitdem erneut in der ständigen Ausstellung des nationalen Kunstmuseums in Rom.

Beschreibung des Ölgemäldes “Der Gärtner”

Auf dem Kunstwerk ist das Portrait eines jungen bärtigen Mannes in der Natur zu sehen. Er trägt einen Hut und ein farbenfrohes Hemd mit rotgrünen Farben, darunter ein Shirt mit gelb-blauen Farben. Die Mode von 1889 könnte heute nach 125 Jahren erneut als modische Kleidung durchaus mithalten – z.B. in einer H&M-Kollektion. Der junge Mann, angeblich ein Gärtner, schaut leicht nach unten und meidet den direkten Blick zum Maler. Die Maltechnik ist charakteristisch für van Gogh: Intensive Primärfarben mit kurzen und prägnanten Farbstrichen. Vincent van Gogh gilt als einer der Wegbereiter der modernen Malerei.

Van Goghs Werk "Der Gärtner" von 1889

Das Gemälde Der Gärtner (Young Peasant) wurde 1889 von Vincent van Gogh während seines Aufenthalts im französischen Hospital Saint Rémy gemalt.
Berühmte Kunstraube: Vincent van Goghs Ölgemälde “Der Gärtner” wurde 1998 aus der Galleria Nazionale d’Arte in Rom gestohlen. Es ist knapp zwei Monate später wieder aufgetaucht und ist erneut in der ständigen Ausstellung.

Die Geschichte des Ölgemäldes “Young Peasant”

1910 erwarb der florentinische Kunsthändler Gustavo Sforni in Paris das Gemälde und vermachte es nach seinem Tod seinem Anwalt. Es wurde auf dem Kunstmarkt angeboten, und das New Yorker Solomon R. Guggenheim Museum zeigte Kaufinteresse. Die italienische Regierung intervenierte jedoch und unterband den Verkauf wegen nationalen kulturellem Interesse. 1989 kaufte die italienische Regierung das Gemälde für nur $780.000. Seitdem wird das Kunstwerk in der Galleria Nazionale d’Arte in Rom ausgestellt.

Der Kunstraub: Vincent van Goghs Gemälde “Le jardinier”

Am 20. Mai 1998 drangen mehrere Bewaffnete in das Galleria Nazionale d’Arte Moderna in Rom ein und stahlen gezielt drei Gemälde: Die beiden Kunstwerke van Goghs “Le Jardinier” und “L’Arlesienne” und das Gemälde “Le Cabanon de Jourdan” von Paul Cézanne. Der Gesamtwert aller drei Gemälde wurde 1998 auf 60 Mio. Mark geschätzt.

Offiziellen Angaben zufolge waren die Ganoven am späten Abend kurz vor der Schließung in das Museum gekommen und überwältigten zwei von drei weiblichen Wachen, knebelten und fesselten sie. Eine Dritte wurde gezwungen, die Alarmanlagen und sämtliche Überwachungskameras zu deaktivieren. Anschließend wurden die drei Damen auf der Toilette eingeschlossen. Die Eindringlinge liefen in Socken, um Geräusche und Spuren zu vermeiden. Anschließend entwendeten sie seelenruhig die drei genannten Gemälde, die Tageseinnahmen des Museums, einen Stapel Eintrittskarten, das Überwachungsvideo des Museums und verliessen das Gebäude ganz normal aus dem Haupteingang.

Beide geraubten Gemälde van Goghs sind die einzigen, die in Italien öffentlich ausgestellt werden. Einen Tag später folgte ein Anruf in der Presseagentur Adn Kronos, bei dem man unter bestimmten politischen Voraussetzungen alle drei Gemälde wieder herausgeben könnte. Sieben Wochen später nahm die italienische Polizei in Rom und Turin sechs Männer fest. Sie fanden zwei der drei Gemälde unter den Betten der Verdächtigen. Die Polizei schließt aus, das der Auftraggeber aus den Kreisen der italienischen Mafia stamme. Vielmehr handelt es sich um eine Einzelaktion von einer kriminellen Gruppe, die aus noch ungeklärten Motiven den Raub durchgeführt haben. Zwei der drei weiblichen Wachen wurden als Komplizen verhaftet.

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