Rembrandts Gemälde Jacob de Gheyn III wurde viermal gestohlen

Kunstgenie und Altmeister Rembrandt van Rijn ist 1606 in der niederländischen Provinz Südholland in Leiden geboren worden. Er starb 1669 in Amsterdam. Das Kunstwerk “Jaco de Gheyn III” wurde vier mal aus der Dulwich Picture Gallery gestohlen.

Beschreibung von Rembrandts Meisterwerk von 1632

Mit den Dimensionen 24,9 x 29,9 cm ist das Ölgemälde wie Rembrandts vorheriges “Self-Portrait” von 1630 relativ klein im Gegensatz zu seinen anderen Meisterwerken. Das Portrait von Jacob de Gheyn III von 1632 wurde auf Eichenholz gemalt. Man sieht einen leicht zur Seite geneigten Oberkörper vor einem neutralen Hintergrund. Er trägt einen schwarzen Mantel, darüber einen riesigen weißen Kragen – als wenn er ständig seine Serviette bei sich trägt, allzeit bereit für eine Portion Spaghetti mit Tomatensoße.

Rembrandt van Rijns Jacob de Gheyn (1632)

Berühmte Kunstraube: Rembrandt van Rijns Kunstwerk Jacob de Gheyn III von 1632 wurde 1966 aus der Dulwich Picture Gallery in London gestohlen.
Berühmte Kunstraube: Rembrandts Gemälde “Jacob de Gheyn III” (1632) wurde 1966 in der Dulwich Picture Gallery mit sieben weiteren Gemälden gestohlen. Alle Kunstwerke sind wenige Tage später wieder aufgetaucht.

Geschichte zu Rembrandts “Jacob de Gheyn III”

1632 gaben Maurits Huygens und Jacob de Gheyn III aus Utrecht Rembrandt den Auftrag, je ein Portrait von ihnen im identischen Format zu schaffen. Beide Portraits haben eine lange Geschichte von Auktionen und Vermächtnissen zu erzählen. Während das Portrait von Jacob de Gheyn III heute in der Dulwich Picture Gallery zu bestaunen ist, hat das Portrait von Huygens seinen Weg in den letzten Jahrhunderten in die Kunsthalle Hamburg gefunden.

1764 wurde das Gemälde mit dem Portrait von Maurits Huygens als Teil der Kunstsammlung von Allard Rudolph van Waay auf einer Auktion verkauft. 1786 wurden beide Gemälde aus der Kunstsammlung Aubert in Paris versteigert. 1807 vermachte Noel Joseph Desenfans das Gemälde an Sir Francis Bourgeois in London. Vier Jahre später vermachte es Bourgeois an die spätere Dulwich Picture Gallery in Südlondon – die er gemeinsam mit Margaret und Noel Desenfans gründete.

Der Kunstraub von Rembrandts “Jacob de Gheyn III”

Das Gemälde hat seinen Weg in das Guiness-Buch der Rekorde geschafft: Ganze viermal wurde es aus der Dulwich Picture Gallery gestohlen: 1966, 1973, 1981 und 1986. Daher wird das Gemälde auch der “Der Rembrandt zum Mitnehmen” genannt.

Am 31.12.1966 drangen einige Diebe in die Dulwich Picture Gallery ein, indem sie eine selten genutzte Tür mit den Maßen von etwa 30 x 60 cm von außen anbohrten und entfernten. Somit umgingen sie die Alarmanlage, die nur an den Ein- und Ausgängen aktiviert war. Mit dem Durchmesser dieser kleinen Öffnung konnten nur kleine bzw. rahmenfreie Gemälde gestohlen werden, darunter auch Rembrandts “Junges Mädchen am Fenster” von 1645 und Paul Rubens “Die drei Grazien” von 1635. Die geraubten Kunstwerke besaßen zu diesem Zeitpunkt einen Gesamtwert von mindestens 7 Mio. Pfund. Knapp 50 Jahre später hat allein Rembrandts “Jacob de Gheyn III” einen Wert von etwa 13 Mio. Euro. Der Museumsleiter war wohl sehr knausrig, da er für die Wiederbeschaffung der Gemälde lediglich 1000 Pfund Belohnung anbot.

Schon wenige Tage später wurde unter der Leitung des Detektiv-Superintendenten Charles Hewett eine Spur zu den Dieben gefunden. Der arbeitslose Krankenwagenfahrer Michael Hall wurde als einziger Dieb verhaftet und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.