Peter Paul Rubens

Was viele nicht wissen: Maler Peter Paul Rubens ist in der Universitätsstadt Siegen in Nordrhein-Westfalen geboren worden und somit ein deutscher Künstler. Rubens gilt als Hauptmeister des flämischen Barock. Er starb am 30. Mai 1640 in Antwerpen. Das Kunstwerk “Die drei Grazien” wurde mit sieben weiteren Kunstwerken am 31.12.1966 aus der Dulwich Picture Gallery gestohlen. Wenige Zeit später ist es wieder aufgetaucht.

Peter Paul Rubens Biografie

Rubens verbrachte seine Kindheit in Antwerpen und sollte nach dem Willen des Vaters Jurist werden. Er wandte sich jedoch der Malerei zu und war ein Schüler von Adam van Noort, Tobias Verhaecht und Otto van Veen. Zu Beginn des Jahres 1600 reiste er nach Italien und Spanien. Als er acht Jahre später nach Antwerpen zurückkehrte, arbeitete er in seiner eigenen Werkstatt. Viele Gemälde waren Auftragsarbeiten für Maria de Medici. Am 30. Mai 1640 starb er an Gicht in seinem 63. Lebensjahr in Antwerpen.

Peter Paul Rubens Die drei Grazien

Berühmte Kunstraube: Das von Peter Paul Rubens erschaffene Ölgemälde Die Drei Grazien zeigt die Chariten Euphrosyne (Frohsinn), Thalia (Festfreude) und Aglaia (die Glänzende).
Berühmte Kunstraube: Peter Paul Rubens Gemälde “Die drei Grazien” (1635-1639) wurde 1966 in der Dulwich Picture Gallery mit sieben weiteren Gemälden gestohlen. Alle Kunstwerke sind wenige Tage später wieder aufgetaucht.

Geschichte zu Rubens Meisterwerk “Die drei Grazien”

Das Ölgemälde “Die drei Grazien” hat die Maße 182 x 220,5 cm und wurde auf Holz gemalt. Das genaue Entstehungsdatum ist nicht bekannt. Forscher gehen davon aus, dass es zwischen 1635 und 1639 entstand. Rubens hat in seiner Schaffenszeit wie viele andere Maler Motive aus der griechischen Mythologie genutzt. Die drei Grazien sind als Bildmotiv auch von Sandro Botticelli, Antonia Canova und Raphael bekannt. Sie sind in der griechischen Mythologie Göttinnen der Anmut, auch Chariten genannt. Ihre Namen sind Euphrosyne (Frohsinn), Thalia (Festfreude) und Aglaia (die Glänzende). Ein weiteres bekanntes Kunstwerk mit dem Motiv der drei Grazien ist von Raffael und ist 1503 – 1505 entstanden. Es hängt im Musée Condé der nordfranzösischen Stadt Chantilly.

Während des spanischen Bürgerkriegs zwischen Juli 1936 und April 1939 ist Rubens Kunstwerk mit weiteren Meisterwerken zur Sicherheit aus dem Madrider Museo del Prado nach Genf gebracht worden. Verantwortlich für diese Aktion war Jacques Jaujard, der damalige Verantwortliche für Bildende Künste in Frankreich.

Der Kunstraub von Rubens “Die drei Grazien”

Am 31.12.1966 drangen Diebe in die Dulwich Picture Gallery ein, indem sie eine kleine Tür mit den Maßen von etwa 30 x 60 cm von außen anbohrten und entfernten. Somit umgingen sie die Alarmanlage, die nur an den Ein- und Ausgängen aktiviert war. Wegen des Durchmessers dieser kleinen Öffnung konnten nur kleine bzw. rahmenfreie Gemälde gestohlen werden, darunter auch Rembrandts “Junges Mädchen am Fenster” von 1645 und Rembrandts "Jacob de Gheyn III". Es wurden auch weitere Gemälde von Rubens gestohlen: “Three Women with a Cornucopia” und “St. Barbara”. Die geraubten Kunstwerke besaßen zu diesem Zeitpunkt einen Gesamtwert von mindestens 7 Mio. Pfund. Knapp 50 Jahre später hat allein Rembrandts “Jacob de Gheyn III” einen Wert von etwa 13 Mio. Euro. Die Museumsleitung hat für die Wiederbeschaffung der Gemälde lediglich 1000 Pfund Belohnung angeboten.

Schon wenige Tage später wurde unter der Leitung des Detektiv-Superintendenten Charles Hewett eine Spur zu den Dieben gefunden. Der arbeitslose Krankenwagenfahrer Michael Hall wurde als einziger Dieb verhaftet und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

Rubens Kunstwerk ist nach dem Kunstraub von 1966 aus der Dulwich Picture Gallery wieder in das Museo del Prado zurückgekehrt.

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Rubens Die Drei Grazien