Jan Vermeer van Delft

Jan Vermeer van Delfts Gemälde Das Konzert ist nur eines von weltweit etwa 37 bekannten Kunstwerken, die dem holländischen Meister zugesprochen werden. Es wurde von dem Barock-Maler etwa 1664 fertiggestellt und besitzt die Dimensionen 72,5 x 64,7 cm. Am St. Patrick’s Day im März 1990 wurde es aus dem Bostoner Isabella Stewart Gardner Museum gestohlen.

Beschreibung des Ölgemäldes “Das Konzert”

Auf dem Gemälde ist eine Szene dargestellt, in der drei Personen miteinander musizieren. Die Person in der Mitte soll laut allgemeiner Kunstgeschichte ein Mann sein, obwohl sie lange Haare besitzt und man ihn nur von hinten sieht. Die linke Dame spielt an einem Spinett oder Klavier, während die Dame rechts ein Blatt hält und singt. Der angebliche Mann scheint eine Gitarre zu spielen, vielleicht ein alter Rockstar des Barock. Musikszenen in Gemälden soll ja zur Zeit des Barock symbolisch für Liebe und Verführung stehen. Also hat Jan Vermeer eine Art Elvis Presley mit weiblicher Begleitung in seinem Bild eingefangen.

Jan Vermeers Gemälde "Das Konzert" (1664)

Berühmte Kunstraube: Fahndungsplakat des FBI mit 5 Mio. Dollar Belohnung für Hinweise zum Auffinden von Jan Vermeers Gemälde “Das Konzert”

FBI FBI Fahndungsplakat: 5 Millionen Dollar Belohnung für Hinweise zum Auffinden von Jan Vermeers Gemälde “Das Konzert”

Vermeers Ölgemälde Das Konzert von 1664 besitzt die Bildmaße 72,5 x 64,7 cm. Es zeigt eine Szene, in der drei Personen miteinander musizieren.

Jan Vermeer “Das Konzert” (1664): Eines der teuersten Gemälde der Welt wurde am St. Patricks Day 1990 aus dem Bostoner Museum Isabelle Stewart Gardner mit elf anderen Gemälden gestohlen – sie alle sind bis heute verschollen.

Der Kunstraub von Vermeers Gemälde “Das Konzert”

Während ganz Boston am St. Patricks Day im März 1990 feierte, klingelte es spät abends am Haupteingang des Isabella Stewart Gardner Museums. Der Sicherheitsdienst im Museum hält Wache wie an jedem anderen Tag. Der Wert, der im Stewart Gardner Museum steckt, ist unermesslich: Insgesamt rund zweieinhalbtausend wichtige Exponate der Kunstgeschichte kann man hier betrachten. Nur nicht nachts, vor allem nicht für reguläre Besucher.

Mit Überwachungskameras (Webcams gab es noch nicht) sehen die Wachleute zwei Polizisten am Eingang stehen. “Es wurde stiller Alarm ausgelöst, können wir reinkommen?” tönt es durch die Gegensprechanlage. Die Vorschriften der Wachleute sagen deutlich, dass man niemals die Türen öffnen solle, ohne vorher den Museumsdirektor zu informieren. Noch besser, man überprüft den stillen Alarm, schickt anschließend die wartenden Polizisten vor der Tür weg und braucht überhaupt nicht den Museumsdirektor zu informieren, vor allem nicht am St Patricks Day, ein heiliger Feiertag. Doch entgegen aller Vorschriften öffnen die Wachleute die Tür und lassen die zwei Polizisten eintreten.

Kunstwerke im Wert von über eine halbe Milliarde Dollar entwendet

Nun geht alles ganz schnell: Beide Wachleute werden von den Polizisten überwältigt, gefesselt und geknebelt und in unterschiedliche Räume gesperrt. Am nächsten Tag weiß es die ganze Welt: Zwei als Polizisten verkleidete Diebe stahlen gezielt 13 Kunstwerke im damaligen Wert von 300 Mio. Dollar – was einem heutigen Wert von etwa 540 Mio. Dollar entspricht. Unter den Gemälden ist Jan Vermeers Kunstwerk Das Konzert. Das besonders tragische daran: Es ist bis heute nicht aufgetaucht.

Die Gemälde sind bis heute nicht mehr aufgetaucht. Das FBI vermutet hinter diesem spektakulären Kunstraub den irischen Gangster James Bulger, der im Juni 2011 in Kalifornien festgenommen wurde – jedoch wegen 19-fachem Mord, Drogenhandel, Erpressung und Geldwäsche. Manche behaupten, dass Burgler die Kunstwerke in jener Nacht 1990 stehlen ließ, um strafmildernde Umstände nach seiner eventuellen Verhaftung zu bekommen – diese Strategie soll bei Kriminellen üblich sein.

Jan Vermeer: Das Konzert (1664)