Jan Vermeers Briefschreiberin und Dienstmagd

Jan Vermeer van Delfts Gemälde Briefschreibende Dame mit ihrer Zofe ist nur eines von weltweit etwa 37 bekannten Kunstwerken, die dem holländischen Meister zugesprochen werden. Es wurde von dem Barock-Maler etwa 1671 fertiggestellt und hat die Dimensionen 58,4 x 71,1 cm. Das Ölgemälde wurde 1974 und 1986 aus dem Russborough House von Terroristen und organisierten Verbrechern gestohlen, beide Male wurde es wiedererlangt.

Die Geschichte zu Vermeers “Briefschreibende Dame mit ihrer Zofe”

Die erste Erwähnung des Gemäldes gab es 1676 durch den Besitz von Catharina Bolnes. Im selben Jahr erhielt es Hendrick van Buyten in Delft. 1710 wechselte es den Besitzer zu Josua van Belle nach Rotterdam. 1730 wurde van Belles Sammlung auf einer Auktion versteigert. Über mehrere Stationen kam das Gemälde nach Wien zu Viktor von Miller zu Aichholz, wo es 1881 nach Paris an die Galerie von Charles Sedelmeyer verkauft wurde. 1889 erwarb Boussod, Valadon & Co. dieses Bild als Teil der Sammlung Sedelmeyers. Sechs Jahre später kaufte es Alfred Beit aus London, der es Sir Otto Beit vermachte. 1930 kam das inzwischen vermachte Bild an Sir Alfred Beit nach Russborough House in County Wicklow, Irland. 1987 wurde es nach dem spektakulären Kunstraub im Russborough House an die National Gallery von Irland in Dublin übergeben, wo es heute in einer ständigen Ausstellung im Beit-Flügel zu sehen ist.

Jan Vermeers Gemälde "Briefschreiberin und Dienstmagd" (1671)

Der holländische Maler Jan Vermeer van Delft schuf 1671 das Ölgemälde Briefschreibende Dame mit ihrer Zofe. Es hat einen Marktwert von über 100 Mio Euro.
Berühmte Kunstraube: Jan Vermeers Gemälde “Briefschreibende Dame mit ihrer Zofe” (1671) wurde 1986 aus dem Russborough House gestohlen. Es hängt nun in der National Gallery Ireland in Dublin.

Der Kunstraub von Jan Vermeer van Delfts “Briefschreibende Dame mit ihrer Zofe”

Am 26. April 1974 drang eine Splittergruppe der Irisch-Republikanischen Armee in das Russborough House ein. Die Terroristen knebelten Sir Alfred Beit und seine Frau, um anschließend 19 Kunstwerke zu stehlen. Rose Dugdale wurde später als Anführerin des Kunstraubes ausgemacht. Ihr Motiv war ihr im Gefängnis sitzender Freund. Sie brauchte Geld, um eine Freilassung zu erzwingen. Unter den gestohlenen Gemälden waren Werke von Goya, Vélazquez und Vermeers “Briefschreibende Dame mit ihrer Zofe” . Der Wert aller geraubten Gemälde belief sich auf acht Millionen Irische Pfund. Nach kurzer Zeit wurden alle Gemälde in der Grafschaft Cork wiedergefunden. Rose Dugdale und ihre Komplizen wurden verhaftet.

1986 wurde das Russborough House von Martin Cahill, dem damaligen Unterweltsboss von Dublin und 12 weiteren Komplizen überfallen. Sie raubten 18 Gemälde, darunter Werke von Vermeer, Metsu, Goya, Gainsborough und Rubens. Martin Cahill wurde am 18. August 1994 von der IRA erschossen.

Am 26. Juni 2001 wurde das Russborough House erneut Tatort für einen Kunstraub. Diesmal fuhren mehrere Maskierte mit einem Jeep-ähnlichen Wagen gegen die Eingangstür und drangen in das Haus ein. Nachdem sie 16 wertvolle Gemälde entwendeten, zündeten sie ihren Wagen an und forderten einen Autofahrer auf, ihnen seinen Wagen zu geben. Als der sich weigerte, flüchteten sie zu Fuß.

Wegen der Gefahr eines erneuten Kunstraub wurde ein Teil der Beit Collection aus dem Russborough House an die National Gallery in Dublin übergeben. Hier sind die meisten Kunstwerke der alten Meister in der ständigen Ausstellung im eigens erstellten Beit-Flügel zu sehen.

Jan Vermeer: Dokumentation

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