Der niederländische Maler Govaert Flinck

Der niederländische Genre-, Historien- und Portraitmaler Govaert Flinck wurde 1616 in Kleve geboren und starb 1660 in Amsterdam. Er war ein Schüler Rembrandts in Amsterdam, wo er von 1632 – 1635 Zeichen- und Malunterricht erhielt.

Das Gemälde “Landschaft mit Obelisk” wurde fälschlicherweise zuerst für ein Gemälde von Rembrandt gehalten. Es hat die Dimensionen 71 x 54,5cm.

Geschichte zu Flincks “Landscape with Obelisk”

Der Kunsthändler Bernhard Berensen realisierte 1900 für die Bostoner Isabella Stewart Gardner Galerie einen Kunsthandel mit der ältesten Galerie Europas, der Colnaghi Galerie. Neben dem Gemälde “Landschaft mit Obelisk” wechselte auch Tizians “Rape of Europa” zum neuen Besitzer nach Boston. Tizians Werk ist immer noch Teil der ständigen Ausstellung in Boston – im Gegensatz zu Flincks Kunstwerk, welches nach wie vor verschollen ist.

Govaert Flincks Landschaft mit Obelisk

Berühmte Kunstwerke: Govaert Flincks Gemälde Landschaft mit Obelisk wurde 1990 aus dem Isabella Stewart Gardner Museum gestohlen worden und gilt seitdem als vermisst.

Berühmte Kunstraube: Govaert Flincks “Landschaft mit Obelisk” (1638) war eines von 13 Kunstwerken, die 1990 aus dem Isabella Stewart Gardner Museum in Boston gestohlen wurden. Bis heute sind alle Kunstwerke nicht wieder aufgetaucht.

Berühmte Kunstraube: James Bulger ist der Hauptverdächtige im spektakulärem Kunstraub in der Bostoner Isabella Stewart Gardner Galerie. Hier ein Mugshot aus dem Jahr 1959.

Steckt James Bulger hinter dem spektakulären Kunstraub von 1990 in Boston? Hier ein Mugshot von 1959 aus dem berüchtigten Gefängnis von Alcatraz.

Der Kunstraub von Govaert Flincks Gemälde

Während ganz Boston am St. Patricks Day im März 1990 feierte, klingelte es spät abends am Haupteingang des Isabella Stewart Gardner Museums. Der Sicherheitsdienst im Museum hält Wache wie an jedem anderen Tag. Der Wert, der im Stewart Gardner Museum steckt, ist unermesslich: Insgesamt rund zweieinhalbtausend wichtige Exponate der Kunstgeschichte kann man hier betrachten. Nur nicht nachts, vor allem nicht für reguläre Besucher.

Mit Überwachungskameras sehen die Wachleute zwei Polizisten am Eingang stehen. “Es wurde stiller Alarm ausgelöst, können wir reinkommen?” tönt es durch die Gegensprechanlage. Die Vorschriften der Wachleute sagen deutlich, dass man niemals die Türen öffnen solle, ohne vorher den Museumsdirektor zu informieren. Noch besser, man überprüft den stillen Alarm, schickt anschließend die wartenden Polizisten vor der Tür weg und braucht überhaupt nicht den Museumsdirektor zu informieren, vor allem nicht am St Patricks Day, ein heiliger Feiertag. Doch entgegen aller Vorschriften öffnen die Wachleute die Tür und lassen die zwei Polizisten eintreten.

Kunstwerke im Wert von etwa 540 Mio. Dollar entwendet

Nun geht alles ganz schnell: Beide Wachleute werden von den Polizisten überwältigt, gefesselt und geknebelt und in unterschiedliche Räume gesperrt. Am nächsten Tag weiß es die ganze Welt: Zwei als Polizisten verkleidete Diebe stahlen gezielt 13 Kunstwerke im damaligen Wert von 300 Mio. Dollar – was einem heutigen Wert von etwa 540 Mio. Dollar entspricht. Unter den Gemälden ist Jan Vermeers Kunstwerk Das Konzert. Vorsorglich nahmen die Diebe auch noch das Videotape mit, auf dem sie mit der Überwachungskamera gefilmt worden sind. Alle 12 Gemälde sind bis heute nicht wieder aufgetaucht.

Das FBI vermutet hinter diesem unglaublichen Kunstraub den irischen Gangster James Bulger, der im Juni 2011 in Kalifornien festgenommen wurde – jedoch wegen 19-fachem Mord, Drogenhandel, Erpressung und Geldwäsche. Manche behaupten, dass Burgler die Kunstwerke in jener Nacht 1990 stehlen ließ, um strafmildernde Umstände nach seiner eventuellen Verhaftung zu bekommen – diese Strategie soll bei Kriminellen üblich sein.