Die mysteriöse Mona Lisa

Das genaue Datum der Fertigstellung von Leonardo da Vincis Mona Lisa weiß man nicht genau. Nach Niederschriften von Giorgio Vasari wurde das Kunstwerk vier Jahre lang gemalt und blieb unvollendet. Man geht davon aus, das es zwischen 1502 – 1506 entstand.

Welche Frau mit dem berühmten Lächeln stellt da Vinci auf dem Kunstwerk dar? Die gängigste Theorie geht davon aus, das sie Lisa del Giocondo ist, die dritte Gemahlin des Florentiner Kaufmanns und Seidenhändlers Francesco di Bartolomeo di Zanobi del Giocondo. Mona ist die Abkürzung von Madonna, welches die Abkürzung von Mia Donna ist und wörtlich übersetzt Meine Frau im Sinne von Ehefrau bedeutet.

Der Kunstraub der Mona Lisa im Pariser Louvre

Berühmte Kunstraube: Das Gemälde Mona Lisa (La Gioconda) von Leonardo da Vinci ist 1911 gestohlen worden. Im Pariser Louvre ist es nur hinter Panzerglas zu betrachten.

WerWil Die Mona Lisa (La Gioconda): Das berühmteste Gemälde der Welt wird seit den 1970er Jahren nur noch hinter Panzerglas im Pariser Louvre ausgestellt.

Berühmte Kunstraube: Leonardo da Vincis Gemälde Mona Lisa (La Gioconda) auf einer Postkarte von 1912 aus der ständigen Ausstellung im Pariser Louvre.

Postkarte von der ausgestellten Mona Lisa von Louis Beroud im Pariser Au Salon Carré du Louvre, 1912.

Die lachende First Lady Jacqueline Kennedy auf Ausstellungseröffnung mit der Mona Lisa.

Abbie Rowe Die lachende First Lady Jacqueline Kennedy auf Ausstellungseröffnung mit der Mona Lisa. Von links nach rechts: Der französische Botschafter in den USA, Hervé Alphand; Pianistin Madeleine Malraux (verborgen), Frau des französischen Kultur-Staatsministers, André Malraux; Frau Kennedy; Nicole Alphand, Frau des französischen Botschafters.

John F. Kennedy und die Mona Lisa in Washington, D.C. im Jahre 1963

Robert Knudsen Da Vincis Mona Lisa kam durch den Charme von Jacqueline Kennedy als Leihgabe in die National Gallery of Art in Washington D.C. in USA. Am 8. Januar 1963 wurde die Ausstellung mit der Mona Lisa eröffnet. Von links: US-Präsident John F. Kennedy, Madeleine Malraux, Kulturminister André Malraux Jacqueline Kennedy, und US-Vizepräsident L.B. Johnson.

Menschenmenge versammelt sich, um die Mona Lisa in der National Gallery of Art in Washington zu betrachten

Abbie Rowe Menschenmenge versammelt sich, um die Mona Lisa in der National Gallery of Art in Washington zu betrachten

Berühmte Kunstraube: Der Dichter Guillaume Apollinaire und der Künstler Pablo Picasso waren Hauptverdächtige nach dem Kunstraub der Mona Lisa in 1911.

Ungewöhnliche Hauptverdächtige: Der berühmte Künstler Pablo Picasso und der Dichter Guillaume Apollinaire wurden beschuldigt die Mona Lisa gestohlen zu haben.

Berühmte Kunstraube: Leonardo da Vincis Gemälde Mona Lisa wurde 1911 von Vincenzo Perrugia aus dem Pariser Louvre gestohlen.

Vincenzo Perrugia wird 1913 als Dieb der Mona Lisa in Italien verhaftet. Das wiedergefundene Kunstwerk wird der Öffentlichkeit präsentiert (rechts).

Berühmte Kunstraube: Das berühmteste Gemälde der Welt fehlt 1911 an der Wand im Pariser Louvre. Für zwei Jahre war das Kunstwerk unauffindbar.

Der Raub der Mona Lisa: 1911 wurde das Werk aus dem Pariser Louvre gestohlen. Auf dem Bild links sieht man die Stelle, wo das Bild hing. Erst zwei Jahre später ist das bekannteste Gemälde der Welt in Italien wieder aufgetaucht.

Die Geschichte der Mona Lisa

Leonardo da Vinci soll sein Kunstwerk mit der heute unbekannten Frau kurz vor seinem Tod an König Franz I. verkauft haben. Mit Gewissheit kann man es jedoch nicht sagen. Dieser bewahrte es in seinem Schloss Amboise auf, später im Schloss Fontainebleau. Nach dem Tod von König Franz I. wurde es an König Louis XIV. weitergegeben, der es im Schloss Versailles aufbewahrte.

Nach der Französischen Revolution wurde da Vincis Gemälde im Pariser Louvre ausgestellt. Kuriosum: Für eine Weile hing es im Schlafzimmer Napoleon Bonapartes. Während des Deutsch-Französischen Kriegs 1870 – 1871 brachte man es aus Angst vor deutscher Raubkunst in die Marinebasis von Brest, später wieder zurück in das weltberühmte Louvre.

Der Diebstahl der Mona Lisa

Das Gemälde Mona Lisa (La Gioconda) erlangte mediale Berühmtheit, als es am 21.August 1911 nicht mehr an seinem Platz im Pariser Louvre hing. Ein Mitarbeiter bemerkte die kahle Stelle, an der das Bild sonst hing. Zu diesem Zeitpunkt wurden Foto-Reproduktionen von Gemälden angefertigt, und so kam es öfter vor, das ein Bild nicht an seiner üblichen Stelle hing. Man vermutete da Vincis weltbekannte Gemälde im Fotolabor. Als man es dort nicht auffand, war man sich bewußt, das das Kunstwerk gestohlen wurde.

Der zuständige Polizeikommissar Lépine teilte dem Ministerium mit, das Kunstraub wahrscheinlich ein “Sabotageakt unzufriedener Louvre-Angestellter” war. Diese Aussage gelang in die Medien, und schon hatte das Louvre das Image vom “Schuttabladeplatz für regierungstreue Versorgungsfälle”. Der Kunstraub schaukelte sich zum Politikum hoch, so das leitende Mitarbeiter gekündigt wurden. Schließlich übernahm das Finanzministerium die Zuständigkeit für die Museen.

Als einer der Hauptverdächtigten wurde Gauillaume Apollinaire verhört. Er war ein Freund Pablo Picassos, und beide wurden unter Polizeigewahrsam gestellt. Ein gewisser Gery Pieret soll oft in das Louvre gegangen sein, um kleine Kunstwerke wie z.B. Skulpturen zu stehlen. Anschliessend verkaufte er sie auf dem Kunstmarkt. Dieser Skandal ist als “L´affaire des statuettes” in die Geschichte eingegangen. Da Pieret ein Freund Apollinaires war, lernte er Picasso kennen und verkaufte ihm eine kleine gestohlene Statue aus dem Louvre. Picasso und Apollinaire sollen bei der Vernehmung in Tränen ausgebrochen sein, und sie wurden nach einigen Tagen wegen fehlenden Beweisen wieder freigelassen.

Der Kunstdieb wird in Italien gefasst

Für zwei Jahre blieb die Mona Lisa verschollen. Das Louvre hat das Auffinden des Kunstwerks schon aufgegeben, als sich der wahre Dieb selbst zu Erkennen gab: Der italienische Glaser Vincenzo Peruggia war als Mitarbeiter im Louvre beschäftigt, stahl das Kunstwerk während der regulären Öffnungszeiten und nahm es mit in seine Pariser Wohnung. Anschliessend schmuggelte er das Gemälde in seine italienische Heimat nach Florenz. Zwei Jahre später wurde er von der Florentiner Polizei in Italien verhaftet, als er versuchte, das Kunstwerk zu verkaufen. Später von der Polizei befragt gab er an, das er aus Patriotismus die Tat verübte. Die Mona Lisa ist von einem italienischen Künstler gemalt worden, also muss es auch auf italienischem Boden ausgestellt werden, so seine Begründung.

Die Aussage Peruggias nur aus Patriotismus gehandelt zu haben, wird heute als sehr unwahrscheinlich angesehen. Wahrscheinlicher ist, das es einen Auftraggeber gab, der den Diebstahl geordert hat. Als die Mona Lisa als vermisst galt, hat ein argentinischer Auftraggeber die Mona Lisa in mehrfacher Ausführung fälschen lassen und als Original nach Übersee verkauft, so die These. Erst 2011 stellte Journalist und Kunsthistoriker Jerôme Coignard eine weitere These auf, das ein gewisser Otto Rosenberg aus Köln den Auftrag gegeben hat, die Mona Lisa zu stehlen. Rosenberg war als Kleinkrimineller und Hochstapler in Köln bekannt.

1913: Rückkehr der Mona Lisa in das Louvre

Nachdem Experten die Echtheit des Gemäldes bestätigten, wurde eilig eine Wanderausstellung in Italien organisiert. Kurze Zeit später kam das Gemälde 1913 wieder an den Ort zurück, wo es gestohlen wurde. Seitdem kann man Leonardo da Vincis Mona Lisa hinter Panzerglas und Sicherheitsabstand im Pariser Louvre bestaunen. Die Attraktion ist inzwischen so gestiegen, das es Hinweisschilder gibt, die Touristen nur zu diesem Kunstwerk führen.

Dokumentation: Der Raub der Mona Lisa

Mona Lisa La Gioconda Da Vinci