Carl Spitzwegs "Der arme Poet"

Carl Spitzwegs Gemälde „Der arme Poet“ zählt zu den bekanntesten Gemälden Deutschlands aus dem Deutschen Biedermeier. Weniger bekannt ist, dass es vier Fassungen von Spitzwegs Gemälde “Der arme Poet” gibt. Von 1837 datieren eine Ölskizze auf Papier und ein erstes, sorgfältig ausgeführtes Bild auf Leinwand, das lange als Leihgabe im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg hing. Es wurde 2013 an einen Schweizer Privatsammler zurückgegeben. Die Skizze tauchte überraschend im Januar 2012 zur Versteigerung bei Sotheby’s in London auf und erzielte $542.500.

Eines der vier Versionen wurde am 4. September 1989 im Berliner Schloss Charlottenburg gestohlen worden und ist seitdem spurlos verschwunden. Der Versicherungswert wird auf eine Million Euro geschätzt.

Kunstraub als Kunstaktion: Ulay stiehlt das Gemälde aus der Neuen Nationalgalerie Berlin

Zwei weitere, nahezu identische Versionen malte Spitzweg 1839. Eine kam 1887 als Geschenk des Neffen in die Münchner Neue Pinakothek, wo sie bis heute ausgestellt ist. Die andere gehörte zur Sammlung der Neuen Nationalgalerie in Berlin. Dort wurde sie 1976 vom Performance-Künstler Ulay (Frank Uwe Laysiepen) im Rahmen einer spektakulären Kunstaktion für mehrere Stunden entwendet. Er liess sich dabei filmen. Man sieht den Raub, die Flucht und wie er das Bild in der Wohnung einer türkischen Gastarbeiterfamilie an die Wand hängt. Anschliessend gab er es zurück. Wegen Diebstahls verurteilt, sollte er zwischen Geld- oder Haftstrafe wählen. Der mittellose Künstler floh ins Ausland und wurde zwei Jahre später beim Einreiseversuch an der deutschen Grenze verhaftet. Ein befreundeter Kunstmäzen beglich die ausstehende Summe. Ulay kam wieder frei. Die Aktion ist unter www.medienkunstnetz.de dokumentiert.

Spitzwegs Gemälde “Der arme Poet” und “Der Liebesbrief” bis heute verschollen

1989 wurde das Gemälde für die Ausstellung ‘Kunst des Biedermeier’ an das Charlottenburger Schloss ausgeliehen. Dort hing es bis zum 4. September im ‘Saal der Romantiker’ neben dem ‘Liebesbrief’, einem weiteren sehr bekannten Werk Spitzwegs. An jenem schönen Herbstsonntag mischten sich zwei Männer – einer im Rollstuhl (mit Aufkleber ‘Null Problemo’), der andere als sein Betreuer – unter die Besucher. Plötzlich stürzten sie sich auf die Bilder, rissen sie von der Wand und brachten sie unter tumultartigen Szenen aus dem Gebäude. Ein Aufseher wurde dabei niedergeschlagen. Für die Rückgabe hatte der damalige Museumsleiter den Tätern 50.000 DM angeboten – vergeblich: Beide Gemälde sind spurlos verschwunden.

Carl Spitzwegs Gemälde "Der arme Poet" (1839)

Deutscher Kunstraub: Carl Spitzwegs Gemälde Der arme Poet von 1839 zeigt einen liegenden Mann in einer Dachkammer mit spärlicher Einrichtung.
Carl Spitzwegs Gemälde Der arme Poet von 1839. Es existieren vier Fassungen. Eine Fassung wurde 1989 im Schoss Charlottenburg gestohlen und gilt seitdem als verschollen.

Die Suche nach dem richtigen Geschenk

Oft fällt es schwer das passende Geschenk auszuwählen. Doch mit ein paar einfachen Kniffen werden Sie zum kreativen Geschenkefinder.

Wer bekommt das Geschenk?

Als allererstes sollte man sich Gedanken über den Beschenkten machen. Ein dafür geeignetes Hilfsmittel ist eine Mindmap: Auf die Mitte eines Blattes wird der Name des zu Beschenkenden geschrieben. An Ästen darum herum werden Merkmale und Eigenschaften, so wie erste Einfälle für das Geschenk gesammelt. Ast-Namen könnten sein: Gemeinsame Erlebnisse, Eigenschaften, Vorlieben, Hobbys, Job oder Wünsche. An diese Äste werden Details geschrieben. Auch, wenn man glaubt alles zu wissen, fallen einem durch das systematische Aufschreiben oftmals die besten Sachen ein. So könnte bei Hobby Reiten und bei Vorlieben Selbstgemachtes stehen. Wie wäre es mit selbstgemachten Leckerlis für das Pferd?

Der Anlass

Die beschriebene Vorgehensweise lässt sich durch den Anlass ergänzen. Äste für ein Abschiedsgeschenk könnten der zukünftige Ort des Beschenkten, der Zeitraum oder der Grund für die Reise sein. Vielleicht wünscht der Beschenkte sich schon lange eine Kamera. Für eine Reise ist eine solche perfekt. Ebenfalls ein schönes Geschenk ist ein aufmunternder Brief, den sich der Reisende bei Heimweh anschauen kann. Weitere Ideen stellt www.geschenkenetz.com bereit.

Persönliche Ergänzungen

Manchmal ist das auf diese Weise gefundene Geschenk eher praktischer Natur. Solche Geschenke hinterlassen wegen ihrer Unpersönlichkeit häufig einen faden Beigeschmack. Dieser lässt sich bereits durch Kleinigkeiten beheben. Vor der Übergabe der Kamera könnte der Schenker beispielsweise einige Fotos auf diese überspielen. Generell sind Fotos ein guter Ausgangspunkt für persönliche Ergänzungen: Sie können an ein verschenktes Möbelstück geklebt oder als Geschenkkarte gestaltet werden.

Carl Spitzweg: Von wegen Idylle (Doku, BR)