Jean-Baptiste Camille Corot

Der französische Landschaftsmaler Jean-Baptiste Camille Corot wurde am 16. Juli 1796 in Paris geboren und starb am 22. Februar ebenda. Seine Ruhestätte ist auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise. Corot ist wichtiger Vertreter der Schule von Barbizon und wird als einer der führenden Landschaftsmaler Frankreichs angesehen.

Vom Tuchhändler zum Landschaftsmaler

Camille Corot absolvierte nach dem Besuch eines Pariser Gymnasiums eine Lehre als Tuchhändler. Mit 26 Jahren wendet sich Corot von diesem Beruf ab und wird Schüler von Jean-Victor Bertin. Der Zeitgenosse Bertin stellte seine bekannten Landschaftsgemälde im berühmten Pariser Salon aus. Er unterrichtet Corot neoklassizistische Maltechniken und die Kunst der Landschaftsmalerei. Mit 29 Jahren geht Corot als Teil seiner “Grand Tour” zum ersten Mal zur obligatorische Bildungsreise nach Italien in die Campagna Romana. Er malt viele Landschaften und Portraits, um seinen Malstil zu trainieren. Noch in dieser Zeit werden auch seine Werke im Pariser Salon erstmalig ausgestellt.

Jean-Baptiste Camille Corot: Le Chemin de Sèvres. Ansicht von Paris (1865)

Das 1865 erschaffene Ölgemälde Le Chemin de Sèvres Ansicht von Paris ist vom großen französischen Landschaftsmaler Jean-Baptiste Camille Corot.

Berühmte Kunstraube: Camille Corots Gemälde “Le Chemin de Sèvres. Ansicht von Paris” (1865) wurde 1998 aus dem Pariser Louvre gestohlen. Es gilt seitdem als vermisst.

Der französische Landschaftsmaler Jean-Baptiste Camille Corot ist 1796 in Paris geboren worden und starb 1875 ebenda. Rechts die Erinnerungstafel an seinem Pariser Hauseingang.

Der französische Landschaftsmaler Jean-Baptiste Camille Corot ist 1796 in Paris geboren worden und starb 1875 ebenda. Rechts die Erinnerungstafel an seinem Pariser Hauseingang.

Corot, der rastlose Wanderer

1828 kehrt Corot zurück nach Paris und bezieht ein Atelier in der Rue Voltaire. Immer wieder verlässt er Paris, um auf Reisen, die er meist zu Fuß realisiert, seine Eindrücke von Landschaften bildlich festzuhalten. 1834 und 1843 sind seine nächsten Italien-Aufenthalte. Jean-Baptiste Camille Corot bereist auch weitere europäische Länder wie die Niederlande und die Schweiz.

In seinen späteren Lebensjahren erhält Landschaftsmaler Corot in der Pariser Künstlerszene den Namen Père Corot. Er vermittelt an jüngere Künstler Aufträge und unterrichtet Kunst. Einer seiner wohl bekanntesten Schüler ist Camille Pissarro. Anhand seines kommerziellen Erfolges ist es Corot möglich, die Pariser Armenschicht finanziell zu unterstützen, indem er soziale Projekte realisiert.

Der Kunstraub von Corots “Weg nach Sèvres. Ansicht von Paris”

Corots Gemälde besitzt die Dimensionen 29 x 34 cm. Es ist ein relativ kleines Gemälde, nur ein viertel so groß wie Leonardo da Vincis berühmte Mona Lisa. Es ist mit seinen Maßen leicht in einer gewöhnlichen Tasche zu verstauen.

Der 3. Mai 1998 ist ein ganz gewöhnlicher Tag für den Pariser Louvre. Wie immer ist das Museum voller Besucher. In einer unscheinbaren Ecke hängen die Klassiker der französischen Landschaftsmalerei, darunter auch Camille Corots “Le Chemin de Sèvres. Vue de Paris” von 1865. Niemand bemerkt, dass jemand die Leinwand aus dem Rahmen schneidet und zusammenrollt. Obwohl die Alarmanlage schrillt, mischt sich der Dieb unter die Museumsbesucher und verschwindet. Ist diese Geschichte tatsächlich möglich in einem Museum mit dem modernsten Sicherheitssystem der Welt?

Der herbeieilende Wachschutz findet am Tatort keine Täter. Corots Gemälde besteht nur noch aus einem Rahmen – ohne Leinwand. Schnell werden die Museumssäle geräumt und Besucher kontrolliert – ohne Erfolg. Der oder die Räuber sind nicht mehr im Museum.

Camille Corot: Impressionen seiner Gemälde

Jean-Baptiste Camille Corot: Quelle und weiterführende Links