Friedensdemo zum NATO-Doppelbeschluss 1983

Der Doppelbeschluss der NATO vom 12. Dezember 1979 bestand aus zwei Teilen:

1. Er bot dem Warschauer Pakt Verhandlungen über eine beidseitige Begrenzung sowjetischer und US-amerikanischer atomarer Mittelstreckenraketen an. Dabei waren die französischen und ein Teil der britischen Atomraketen aus dem Verhandlungsangebot ausgeschlossen.

2. Als „Nachrüstung“ und Modernisierung kündigte er die Aufstellung einer neuen Generation atomwaffenfähiger US-amerikanischer Raketen und Marschflugkörper − der Pershing II und BGM-109 Tomahawk − in Westeuropa an.

Petting statt Pershing!

Beide „komplementären“ Ansätze – Modernisierung und Rüstungskontrolle – sollten „parallel“ verlaufen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen wurden die Raketen 1983 aufgestellt. 1987 vereinbarten die USA und die Sowjetunion im INF-Vertrag Rückzug, Vernichtung und Produktionsverbot aller Raketen mit mittlerer und kürzerer Reichweite in Europa.

Proteste gegen den NATO-Doppelbeschluss 1983

Pershing II-Rakete: Erfolgreicher Start zum Testflug einer Mittelstreckenrakete zur Sicherung des Weltfriedens.

Pershing II-Rakete: Erfolgreicher Start zum Testflug einer Mittelstreckenrakete am Cape Canaveral in Florida zur Sicherung des Weltfriedens.

NATO-Doppelbeschluss: Werktätige demonstrieren für die Aufhebung des Brüsseler NATO-Raketenbeschlusses zur Stationierung neuer US-Raketenkernwaffen in Westeuropa

Bundesarchiv, Bild 183-1982-1214-024 / Weisflog, Rainer / CC-BY-SA 14. Dezember 1982 in Potsdam: 500 Werktätige des VEB Elektronische Bauelemente "Carl von Oschietzke" in Toltow versammelten sich zu einem Meeting vor Schichtbeginn. Sie verabschiedeten eine Resolution in der sie die Aufhebung des Brüsseler NATO-Raketenbeschlusses zur Stationierung neuer US-Raketenkernwaffen in Westeuropas forderten.

US-Militärvideo: Abschuss einer Pershing-Mittelstreckenrakete

NATO-Doppelbeschluss 1983: Quelle und weiterführende Links