AKW THTR-300: Eine Fehlinvestition

Das Kernkraftwerk THTR-300 (Thorium-Hoch-Temperatur-Reaktor) war ein heliumgekühlter Hochtemperaturreaktor mit einer elektrischen Leistung von 300 Megawatt.

Trotz seiner Bezeichnung als Thorium-Reaktor handelte es sich im Wesentlichen um einen auf normaler Uranspaltung basierenden Reaktor: Zwar bestand sein Kernbrennstoff zu 90 % aus Thorium, aber dieses war zu weniger als 30 % an seiner Energieerzeugung beteiligt.

Trotz seiner Bezeichnung als Thorium-Reaktor handelte es sich um einen auf Uranspaltung basierenden Reaktor. Zwar bestand sein Kernbrennstoff zu 90 % aus Thorium, aber dieses war zu weniger als 30 % an seiner Energieerzeugung beteiligt. Die Planungs- und Baukosten und die anschließende Störanfälligkeit während des Betriebes vom Atomkraftwerk THTR-300 waren immens hoch. Wegen diesen Kosten und seiner kurzen Betriebsdauer ist es für den Betreiber eine großes technisches Debakel und somit eine Fehlinvestition gewesen.

THTR-300: Nur 423 Tage Vollbetrieb

1983 ging der Reaktor Hamm-Uentrop testweise in Betrieb. Wegen mehreren schwerwiegenden Störungen kam der Reaktor immer wieder zum Stillstand. Nach nur 423 Tagen Vollbetrieb wurde der Atomreaktor THTR-300 im September 1989 endgültig stillgelegt.

AKW THTR-300: Erhöhte Strahlung nach einem Störfall

Deutschlands Atomkraftwerke: Ansicht vom THTR-300, ein Hochtemperatur-Reaktor in Hamm in Westfalen. Das AKW war von 1987 bis 1988 in Betrieb.

Smial Atomkraftwerk Hamm-Uentrop hatte am 4. Mai 1986 eine Störung, bei dem Radioaktivität austrat. 1988 wurde das AKW sillgelegt.

Deutschlands Atomkraftwerke: AKW Hamm-Uentrop, auch THTR-300 genannt, von der Luft aus gesehen.

Tim Reckmann Atomkraftwerk Hamm-Uentrop, auch THTR-300 genannt, war von 1987 bis 1988 in Betrieb. Der Prototyp für die kommerzielle Nutzung von Hochtemperaturreaktoren (HTR) hatte eine Bruttoleistung von 308 MW.

Erhöhte Strahlung in Hamm-Uentrop am 06.05.1986

AKW THTR-300: Quelle und weiterführende Links