Das badische Kernkraftwerk

Der Mehrzweckforschungsreaktor Karlsruhe (MZFR) war ein schwerwassergekühlter und -moderierter Druckwasserreaktor auf dem Gelände des Forschungszentrums Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie KIT).

Erbaut wurde die Anlage in den Jahren von 1961 bis 1965. Das Kraftwerk hatte eine elektrische Bruttoleistung von 58 Megawatt und wurde erstmals am 29. September 1965 kritisch.

Bis zur Stilllegung des Reaktors am 3. Mai 1984 erzeugte dieser rund 5 Milliarden Kilowattstunden Strom für das öffentliche Stromnetz. Der Reaktor diente außerdem als Testanlage für die Erprobung zukünftiger Schwerwasserreaktor-Technologien.

Das Atomkraftwerk MZFR Karlsruhe

Deutschlands Atomkraftwerke: Versuchsreaktor VAK Kahl wurde 1960 in Betrieb genommen. Bis zu seiner Abschaltung im Jahr 1984 wurden rund 5 Mio. KWh Strom generiert. Karlsruher Institut für Technologie KIT
Atomkraftwerk MZFR Karlsruhe war ein Forschungsreaktor und ging 1965 in Betrieb. Bis zu seiner Abschaltung im Jahr 1984 produzierte das AKW Karlsruhe rund fünf Milliarden Kilowattstunden Strom für das öffentliche Stromnetz.

Der Abriss des MZFR Karlsruhe bis zur grünen Wiese

Derzeit laufen die Demontagearbeiten für den Rückbau bis zur „Grünen Wiese“. Nach den ursprünglichen Plänen hätte der MZFR bis Ende 2006 total beseitigt sein sollen. Inzwischen wird der Abbautermin immer weiter verschoben: Zuerst sollte mit dem Abriss 2014 begonnen werden, nun ist 2017 geplant. Ende 2019 sollen alle nuklearen Elemente des Kernkraftwerks beseitigt werden. Wann das MZFR Karlsruhe vollständig bis zur grünen Wiese abgebaut sein soll, steht noch in den Sternen.

MZFR Karlsruhe: Quelle und weiterführende Links