KKN Niederaichbach

Das Kernkraftwerk Niederaichbach (KKN, nicht zu verwechseln mit dem ebenso abgekürzten Kernkraftwerk Niederamt in der Schweiz) war ein Druckröhrenreaktor und lag auf dem Gebiet der Gemeinde Niederaichbach in der Nähe von Landshut (Niederbayern). Das Kraftwerk war von 1973 bis 1974 im Betrieb. Die elektrische Bruttoleistung betrug 106 MW, und die elektrische Nettoleistung lag bei 100 MW.

Das als Versuchskraftwerk geplante Kernkraftwerk hatte das Ziel, durch eine besondere Konstruktion den Betrieb mit nicht angereichertem Uran (Natururan) zu ermöglichen.

Das stillgelegte Kernkraftwerk Niederaichbach

Deutschlands Atomkraftwerke: Das 1973 in Betrieb gegangene AKW war nur ein Jahr lang aktiv. Von 1987 bis 1995 erfolgte der europaweit erste vollständige Rückbau eines AKWs. Bundesarchiv B 145 Bild-F078667-0007 Storz
Atomkraftwerk Niederaichbach bei Landshut. Es war von 1973 - 1974 mit einer Bruttoleistung von 106 MW in Betrieb.

Der erste AKW-Rückbau in Europa

Anfang 1987 begannen die Rückbauarbeiten am AKW Niedraichbach, die 1995 abgeschlossen wurden. Dieser vollständige Rückbau bis zur sog. Grünen Wiese war die erste dieser Art in ganz Europa. Die Kosten für die Demontage betrugen 280 Mio. Mark.

Das Gelände ist heute Teil des Standortes vom AKW Isar, welches 1988 errichtet wurde. Somit gab es einen nahtlosen Übergang vom Abbau des Kernkraftwerks Niedraichbach bis zur Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Isar.

Kaminsprengung Kernkraftwerk Niederaichbach

KKN Niederaichbach: Quelle und weiterführende Links