KGR Greifswald

Die acht Blöcke vom AKW Greifswald aus der ehemaligen DDR sind von sowjetischer Bauart. Es sind die einzigen Atomkraftwerke neben dem AKW Rheinsberg, die vor der Wende in der Deutschen Demoktratischen Republik genutzt wurden. Jeder Block hatte eine eine Nennleistung von je 440 MW. Die erzeugte elektrische Energie von den Blöcken KGR I bis V im Einzelnen:

• KGR-1: 03.12.1973 bis 18.12.1990, erzeugte elektrische Energie: 41 TWh,
• KGR-2: 03.12.1974 bis 14.02.1990, erzeugte elektrische Energie: 40 TWh,
• KGR-3: 06.10.1977 bis 28.02.1990, erzeugte elektrische Energie: 36 TWh,
• KGR-4: 22.07.1979 bis 02.06.1990, erzeugte elektrische Energie: 32 TWh,
• KGR-5: 26.03.1989 bis 30.11.1989, Probebetrieb.

AKW Greifswald alias AKW Lubmin alias Bruno Leuschner

Deutschlands Atomkraftwerke: Das Atomkraftwerk in Greifswald besaß fünf aktive Blöcke. Block 6 ist fertiggestellt, aber nicht in Betrieb gegangen.

Sonderdienste Ein Kontrollraum aus dem KGR Greifswald. Es gab fünf aktive Blöcke mit einer Bruttoleistung von je 440 MW. 1989 bzw. 1990 sind alle Blöcke abgeschaltet worden.

Deutschlands Atomkraftwerke: Das AKW Greifswald in Lubmin bei Greifswald. Die Blöcke 1 bis 5 waren von 1970 bis 1990 in Betrieb.

Harald909 Das Kernkraftwerk Greifswald, auch Lubmin oder Bruno Leuschner genannt, vom Wasser aus gesehen. Alle fünf aktiven Blöcke wurden kurz nach der Wiedervereinigung stillgelegt.

Deutschlands Atomkraftwerke: Am 5. Februar 1990 demonstrierten AKW-Gegner für die Abschaltung des AKW Greifswald vor dem Beginn des Runden Tisches in Niederschönhausen

Bundesarchiv Bild 183-1990-0205-017 Peer, Grimm Atomkraftwerk-Gegner zeigten sich nach der Deutschen Einheit beunruhigt über das aktive Atomkraftwerk Greifswald. Demonstranten forderten die sofortige Abschaltung aller aktiven Blöcke. Kurze Zeit später wurde das AKW Greifswald stillgelegt.

1975: Elektriker verursacht Störfall im KGR Block 1

Am 7. Dezember 1975 kam es in Block 1 mit dem Reaktortyp WWER-440/230 zu einem Störfall. Auslöser dafür war ein Elektriker, der seinem Lehrling zeigen wollte, wie man elektrische Schaltkreise überbrückt.

Das stillgelegte Kernkraftwerk Greifswald (genauer: Kernkraftwerk Lubmin, auch: Kernkraftwerk Nord) befand sich auf dem Gemeindegebiet des Seebads Lubmin bei Greifswald und war das größere der beiden betriebenen Kernkraftwerke der DDR. Das Kernkraftwerk hieß offiziell „VE Kombinat Kernkraftwerke “Bruno Leuschner” Greifswald“. Die letzten Blöcke wurden 1990 abgeschaltet und im Jahr 1995 endgültig stillgelegt.

Seitdem befinden sich alle Blöcke im Rückbau. Heutiger Eigentümer sind die Energiewerke Nord, die auch das benachbarte Zwischenlager Nord betreiben.

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